Fragen & Antworten rund um das Thema Dachdämmung


Was ist der Unterschied zwischen Dampfsperrfolie und Dampfbremsfolie?
Wo und warum wird Nageldichtband eingesetzt?
Was ist der Unterschied zwischen einer Dampfsperrfolie und einer Baufolie?
Welche Produkte für die Dachdämmung und -abdichtung (von Außen nach Innen) können wir anbieten?
Wie herum wird die Unterspannbahn verlegt?
Was ist eine Unterspannbahn?
Was ist eine Schalungsbahn?
Wie erfolgt die Zwischensparrendämmung bzw. wie wird Klemmfilz angewendet?
Wie wird eine begehbare Dachbodendämmung aufgebaut?
Was ist ein Sd-Wert?
Stellt eine Grammatur von 145 g/m² für eine Unterspannbahn ein hohes oder geringes Flächengewicht dar?
Was bedeutet ein Dampfdurchlässigkeitsgefälle?
Was bedeutet die RAL-Fensterbauverordnung?
Wie viel Material wird je 90m² Dachfläche für die Innere Dachabdichtung ungefähr benötigt?
Welche Bedeutung hat die Winddichtheit im äußeren Dachausbau?


Was ist der Unterschied zwischen Dampfsperrfolie und Dampfbremsfolie?

Dampfsperr- / Dampfbremsfolien stellen die Dichtheit des Hauses her. Im Unterschied zur Dampfsperrfolie wird bei der Dampfbremsfolie die Dampfdiffusion nur abgemindert und nicht vollständig verhindert.


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Wo und warum wird Nageldichtband eingesetzt?

Nageldichtband wird eingesetzt, um eine Abdichtung der Nagel-, Tacker- oder Schraubstellen im Bereich der Konterlattung und Unterspannbahn bzw. Sparren und Dampfbremsfolie herzustellen. Das Nageldichtband umschließt die Nagel-, Tacker- oder Schraubstellen und verhindert somit ein Eindringen von Feuchtigkeit in die Wärmedämmung.


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Was ist der Unterschied zwischen einer Dampfsperrfolie und einer Baufolie?

Im Unterschied zu einer Baufolie werden beim Herstellungsprozess einer Dampfsperrfolie spezielle Zusätze für das Verhindern von Dampfdiffusion, sowie sogenannte Flammhemmer der Granulatrezeptur beigefügt. Eine Dampfsperrfolie hat dadurch einen gesicherten Mindestdiffusionsdichte und eine bessere Brandstoffklasse als eine Baufolie.


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Welche Produkte für die Dachdämmung und -abdichtung (von Außen nach Innen) können wir anbieten?Welche Produkte für die Dachdämmung und -abdichtung (von Außen nach Innen) können wir anbieten?

Unterspannbahn bauFIT Unterspannbahn basic
bauFIT Unterspann- und Schalungsbahn bahn top
Nageldichtband bauFIT Klebeband SB30/SB50
Montageklebeband bauFIT Klebeband TK20
UV-Klebeband oder Außenklebeband bauFIT Klebeband SW50/SW60
bauFIT Klebeband VB60
Zwischensparrenklemmfilz bauFIT Knauf Ecose Klemmfilz
Montageklebeband bauFIT Klebeband TK20
Dampfsperrfolie oder Dampfbremsbahn bauFIT Dampfsperrfolie basic oder top
bauFIT Dampfbremsbahn eco
Dampfsperrklebeband bauFIT Klebeband PB50/PB60 und
bauFIT Klebeband FB50/FB60 oder
bauFIT Klebeband 5:1
Anschlussklebemasse bauFIT Anschlussklebemasse DK310/DK600

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Wie herum wird die Unterspannbahn verlegt?

Die Unterspannbahn wird mit der weniger glatten Vliesseite zur Wetterseite verlegt.


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Was ist eine Unterspannbahn?

Im ausgebauten Dach schützen Unterspannbahnen den Dachraum vor Staub, Regen, Flugschnee und Feuchtigkeit. Sie werden aus Kunststoffen wie PU, PVC oder dem ökologisch unbedenklichen Polyethylen gefertigt. Wird der gesamte Sparrenraum für die Wärmedämmung genutzt, kommen sogenannte diffusionsoffene Unterspannbahnen zum Einsatz. Sie sind hochdampfdurchlässig (Sd-Wert <0,02m) und können deshalb direkt auf der Wärmedämmung verlegt werden.


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Was ist eine Schalungsbahn?

Die Schalungsbahn ist eine Sonderform der Unterspannbahn, welche zur Verlegung auf einer Schalungsebene (meist eine durchgehende Bretterschicht) gedacht ist. Schalungsbahnen brauchen eine äußerst hohe Diffusionsfähigkeit (Sd-Wert von <0,02m) damit keine Hinterlüftung erforderlich ist und die Bahnen direkt auf die Schalung verlegt werden können.


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Wie erfolgt die Zwischensparrendämmung bzw. wie wird Klemmfilz angewendet?

Die Zwischensparrendämmung schließt sich an die Dacheindeckung an, die von innen betrachtet mit der Unterspannbahn abschließt. Je nachdem ob diese Unterspannbahn eine Hinterlüftung erforder oder nicht setzt dann die Zwischensparrendämmung an. Die meisten Dachsparren sind von Natur aus nur etwa 14-16cm dick und Dachsparren in Altbauten (z.B. in Fachwerkhäusern) weisen oft nur 10-12cm Stärke auf. Heute sind Dämmstoffstärken von 20-24cm bei Dämmstoffen mit einer WLG 0,35-0,40 (Wärmeleitruppe) Standard und auch nötig um die vom Gesetzgeber vorgegebenen Dämmwerte einzuhalten. Um eine Zwischensparrendämmung in solchen Stärken umzusetzen müssen die Dachsparren aufgedoppelt werden. Das heißt also bei 16cm Dachsparren müssen noch etwa 8cm mehr Tiefe erreicht werden. Man kann das tun, indem man einfach ein 6x8cm Kantholz auf den Sparren aufschraubt (Montage der Kanthölzer auch quer zu den Dachsparren möglich), oder indem man links und rechts neben dem Sparren jeweils ein Brett befestigt um die gewünschte Sparrentiefe zu erreichen. Vorteil der Brettvariante ist die kleinere Holzfläche zur Vermeidung von Wärmebrücken. Nachteil ist der erhöhte Aufwand bei der Montage und aufwändigeres ausrichten der Bretter. Legen Sie dabei die Dämmdicke so groß wie möglich aus. Sind nicht nur 24cm sondern z.B. 30cm möglich, entscheiden Sie sich immer für die dickere Variante. Die Mehrkosten für das Material sind (fast) zu vernachlässigen und Sie sind auf jeden Fall besser für die Zukunft gerüstet. Die Tiefe des Dämmmaterials sollte allerdings die Tiefe der Sparren nicht überragen, d.h. es sollte kein Druck auf die später aufzubringende Dampfbremse bzw. Dampfsperre einwirken. Im Gegenteil sollte falls möglich ein kleiner Abstand von 1-2 cm zwischen Klemmfilz und Dampfbremse bzw. Dampfsperre eingeplant werden.

Der Klemmfilz wird in seiner Breite von 1,2 Metern üblicherweise mit einem Dämmstoffmesser halbiert. Ein solches Dämmstoffmesser ähnelt einem Brotmesser, nur dass es länger ist. Die Halbierung erfolgt aufgrund des üblichen Sparrenabstandes in Deutschland, der bei 60cm zwischen Mitte und Mitte zweier Sparren liegt. Durch die Sparrenbreite selbst muss der Klemmfilz dann etwas gestaucht werden um in die Kammern zu passen. Achten Sie vor allem bei Wand und Bodenanschlüssen und in schwierigen, verwinkelten Ecken auf eine saubere Ausführung der Dämmung. Es dürfen nirgends Schlitze oder Lücken ohne Dämmmaterial bleiben. Gleiches gilt bei unregelmäßigen Dachsparren. Hier bietet sich an, die Zwischensparrendämmung in zwei Lagen mit versetzten Fugen einzubringen um Unregelmäßigkeiten auszugleichen. Im Anschluss wird eine bauFIT Dampfsperrfolie oder die bauFIT Dampfbremse eco montiert und mit den bauFIT Klebeprodukten abgedichtet.


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Wie wird eine begehbare Dachbodendämmung aufgebaut?

Um Feuchte- und Schimmelschäden durch aufsteigende Feuchtigkeit zu vermeiden, sollte als erstes eine Dampfbremsfolie ausgelegt werden. Anschließend wird das Dämmmaterial, z.B. unser Dämmfilz ausgerollt. Im Abstand von etwa 60cm werden parallele Aussparungen im Dämmfilz vorgenommen, um darin Vierkantblöcke zu verlegen. Die Oberkante der Vierkantblöcke sollte mit der Oberkannte der Dämmfilzlage abschließen. Auf diese ganze Fläche werden dann tragende Platten, wie z.B. eine OSB-Grobspanplatte verlegt und Montiert. Damit wird die Dachbodenfläche begehbar.


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Was ist ein Sd-Wert?

Der Sd-Wert ist ein gebräuchliches Maß für den Widerstand, den eine Bauteilschicht der Wasserdampfdiffusion entgegensetzt. Er beschreibt den Diffusionswiderstand anschaulich, indem er die Dicke angibt, welche eine ruhende Luftschicht haben muss, damit sie im stationären Zustand und unter denselben Randbedingungen von demselben Diffusionsstrom durchflossen wird, wie die betrachtete Bauteilschicht.


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Stellt eine Grammatur von 145 g/m² für eine Unterspannbahn ein hohes oder geringes Flächengewicht dar?

Dieses ist ein relativ hoher Wert. Er ist ausschlaggebend für die Reißfestigkeit der Unterspannbahn. Besonders in Altbauten wirken im Laufe der Zeit an den Tacker-, Schraub- bzw. Nagelverbindungen häufig mechanische Belastungen auf eine Unterspannbahn, sodass in solchen Fällen ein höheres Flächengewicht zu empfehlen ist. Funktional, d.h. die Diffusionsdichte betreffend, hat die Grammatur selbst keinen Einfluss


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Was bedeutet ein Dampfdurchlässigkeitsgefälle?

Durch das Diffusionsgefälle im Dach- und Fensterbau wird der Feuchtetransport von innen nach außen sichergestellt. Das Verhältnis sollte etwa bei 50:1 oder höher liegen. Dieses bezieht sich auf den Sd-Wert der Produkte des Schichtenaufbaus. Die innerste Schicht sollte also z.B. mindestens 50 mal Dichter als die äußerste Schicht sein.


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Was bedeutet die RAL-Fensterbauverordnung?

Sehr vereinfacht ausgedrückt, besagt die Verordnung, dass Fugenausbildungen auf der Innenseite (also raumseitig) dichter sein müssen als außen. Dieses muss auch über einen längeren Zeitraum gewährleistet werden. Das heißt, die Fensterabdichtung muss auch eventuelle Bewegungen zwischen Fenster und Wand, die durch Dehnung, Wärmespannungen, Erschütterungen oder Wind auftreten können, dauerhaft aufnehmen. Mit dem Einbau nach RAL-Verordnung wird die Bauanschlussfuge in 3 Ebenen ausgeführt, nämlich

  • innere Dichtebene (diffusionsdicht)
  • Wärmedämmebene
  • äußeren Dichtebene (diffusionsoffen, schlagregendicht)

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Wie viel Material wird je 90m² Dachfläche für die Innere Dachabdichtung ungefähr benötigt?

  • 100m² Dampfsperrfolie oder Dampfbremsbahn
  • 1x Dampfsperrklebeband FB60
  • 1x Dampfsperrklebeband PB60
  • 4x Anschlussklebemassen DK310

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Welche Bedeutung hat die Winddichtheit im äußeren Dachausbau?

Die Winddichtigkeit ist im Hinblick auf die EnEV eine sinnvolle Maßnahme zur Unterstützung der Luftdichtigkeit. Winddichte Verklebungen gelten als insektenundurchlässig. Daher kann ggf. auf chemischen Holzschutz verzichtet werden. Zudem bietet eine winddichtigkeitsschicht folgende Vorteile:

  • Schutz der Wärmedämmung vor Auskühlung durch Strömungsluft
  • Hält die Konstruktion frei von Feuchtigkeit in Bezug auf Nachtkondensation
  • Schutz vor Treibregen, Flugschnee und Staub
  • Eine geschlossene Deckunterlage nach ZVDH Fachregeln wird erreicht, dadurch kann meistens die Anzahl der Verklammerung des Bedachungsmaterials verringert werden.
  • Erforderlich nach ZVDH Vorgaben bei 3 erhöhten Anforderungen

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